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BNN-Bericht zum ONLINE-Turngau-Jugendmeeting 23.04.2021

Turnen mit dem Kochlöffel als Notlösung

Turnvereine sind kreativ. „Wir können auch mit dem Kochlöffel turnen“, sagte Uli Grub, Übungsleiterin des TV Hambrücken, beim Jugendmeeting des Kraichturngaus Bruchsal. Ihre Aufforderung an die Vertreter der Turn- und Sportvereine, wegen der Corona-Pandemie nicht aufzugeben, fand Gehör. Viele Turnstunden können derzeit nur online durchgeführt werden. Auch das Treffen der Kraichgaujugend war nur digital möglich.

Jugendvorsitzender Thilo Herrling konnte hierzu die Vertreter von 17 Mitgliedsvereinen begrüßen. Darunter auch den Gauvorsitzenden Alfons Riffel, Sportkreis-Jugendleiter Stefan Moch sowie Manuel Klisch als Vertreter der Badischen Turnerjugend. Herrlings Rückblick war geprägt von den Folgen der Pandemie, wobei in 2020 mit Ausnahme der Vollversammlung alle Veranstaltungen ausfallen mussten. „Auch in diesem Jahr müssen die Turn- und Sportvereine auf vieles verzichten“, meinte der Jugendvorsitzende. Dabei hofft er darauf, dass spätestens in 2022 wieder alle Turnevents stattfinden können. Erfreulich war der Kassenbericht von Daniela Schäfer, die für die Finanzen der Turngaujugend verantwortlich ist.

Aus rechtlichen Gründen musste auf die Neuwahlen beim online durchgeführten Jugendmeeting verzichtet werden. Nach dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Corona-19-Pandemie bleibt ein Vorstandsmitglied nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt. Beschlüsse ohne Versammlung der Mitglieder sind nur gültig, wenn alle Mitglieder beteiligt wurde, und mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimmen in Textform abgegeben haben und Beschluss midt der erforderlichen Mehrheit gefasst wurde. „Damit bleiben die Mitglieder des Jugendvorstandes weiterhin im Amt“, bestätigte Thilo Herrling.

Bei einem digitalen Brainstorming der Vereinsdelegierten, das Manuel Klisch vorbereitet hatte, stand der Wunsch im Vordergrund, sobald wie möglich wieder Angebote vor allem für Kleinkinder auszuschreiben. Mitgliederrückgang, Leistungsabbau, fehlende Bewegung, der Verlust sozialer Kontakte sowie Nachteile für das Vereinsleben wurden als Risiken der Pandemie beschrieben. Aber auch Chancen wurden erkannt. Dazu könnte die Möglichkeit einer größeren Wertschätzung der Vereinsarbeit zählen. Oder die Benennung neuer Ziele, eine gesteigerte Lust auf Bewegung sowie das Online-Training als alternative Gelegenheit.

Uli Grub freut sich aber, wenn sie nicht mehr mit dem Kochlöffel, sondern wieder mit den Geräten in der Sporthalle turnen kann.

Kurt Klumpp

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Natursport 2021

Musik und Vesper nach der Wanderung

Willi Zimmermann aus Wiesental zeigte sich begeistert. Der 85-jährige ehemalige Meisterturner der bekannten Heger-Riege hatte sich am 10. Oktober kurzfristig dazu entschlossen, am Gauwandertag in der Weinbaugemeinde Zeutern teilzunehmen. „Ich habe es nicht bereut, es war bei herrlichem Herbstwetter eine informative und kurzweilige Wanderung mit einem abschließenden geselligen Beisammensein“, sagte der fit gebliebene Senior. Einfach wohltuend nach langer Corona-Abstinenz.

Die gastgebende Turngemeinde Zeutern hatte auch alles bestens vorbereitet. Nach Überprüfung der 3G-Regeln konnten Margret Dutzi vom Verein und Gauwanderwart Kurt Bittrolff mehr als 120 Wanderfreunde aus 15 Turn- und Sportvereinen begrüßen. Danach übernahm Wanderführerin Renate Zimmerer die Gruppe. Zunächst ging es ein Stück durch die Ortschaft, ehe in Richtung Kelterhaus gewandert wurde. Auf der Höhe des Weinbaugebiets Hohberg hatte die Wanderschar einen schönen Blick auf Zeutern, ehe durch die fast abgeernteten Weinberge das „Rote Kreuz“ angesteuert wurde. Zwischendurch hatte Erich Dreher, Wanderführer und „Präsident der Republik Steinacker“, den Wanderfreunden die Geschichte der Kraichgau-Gemeinde näher gebracht. Danach ging es mit einem weiten Blick auf die Rheinebene zur Hohberg-Hohle, einer der beeindruckendsten Hohlen in der Region und wieder zurück zum Ausgangspunkt in Zeutern.

Stimmungsvoll begrüßt wurde die Wanderschar bei der Mehrzweckhalle vom Musikverein Zeutern, der auch für die Bewirtung sorgte. Aufgrund des wunderschönen Herbstwetters mit strahlendem Sonnenschein konnte der Hallen-Vorplatz als gemütlicher „Biergarten“ genutzt werden. Neben dem obligatorischen Vesper gab es der Jahreszeit und der Örtlichkeit angepasst auch neuer Wein und Zwiebelkuchen.

Nach Auszählung der Meldezettel konnten Margret Dutzi und Kurt Bittrolff die Preisträger auszeichnen. Die jüngsten Teilnehmerinnen waren die vier Wochen junge Viktoria Fersching und die vierjährige Alessia Fersching. Beide bekamen ein kleines Geschenk. Älteste Teilnehmerin war mit 83 Jahren Anneliese Lewin aus Oberhausen. Ältester Teilnehmer war der 86-jährige Erich Trautwein aus Heidelsheim. Beide bekamen ein Sektpräsent mit dem Logo der TG Zeutern, die 2020 ihr 50-jähriges Bestehen hatte, aber wegen der Corona-Pandemie weitestgehend auf Feierlichkeiten verzichten musste. Das Gauwanderschild als teilnehmerstärkster Verein erhielt mit 23 Teilnehmern der Gymnastikclub  Weiher.

Kurt Klumpp

Kraichturngau Bruchsal

 

Quartalswanderung mit Teilnehmerrekord

Die erste Quartalswanderung nach monatelanger Korona-Pause sorgte gleich für einen Teilnehmerrekord. Gauwanderwart Kurt Bittrolff konnte am 11. Juli insgesamt 40 Wanderfreunde beim Treffpunkt auf dem Parkplatz des TV Oberhausen begrüßen. Wanderführer und Organisator vor Ort war der ehemalige Fußballer Alfred Adler, der vom TVO-Ehrenvorsitzender unterstützt wurde.

Die Wanderstrecke führte zu den Auen des Alt- und Neurheins. Vorbei am Leistungszentrum der baden-württembergischen Bahnradfahrer wurde an der Husarenquelle ein erster Zwischenstopp eingelegt. Die Sage erzählt, dass beim napoleonischen Krieg an diesem kleinen Wasserbiotop drei Husaren mit ihren Pferden ertrunken seien. Vorbei am Altrhein ging es weiter zum Schöpfwerk, das zur Regulierung des Wasserstandes für das mittlerweile abgeschaltete Kernkraftwerk im benachbarten Philippsburg diente.

Eine kurze Zwischenstation machte die Wandergruppe am ehemaligen Badeplatz für die Oberhausener Schulkinder. „Wir haben dort das Schwimmen gelernt und wurden samstags mit Kernseife gebadet“, erinnerte sich Walfried Hambsch. Entlang des Altrhein-Armes ging es weiter zur legendären Fridolinsbrücke, der einzigen festen Verbindung zur Insel Korsika. Bei wunderschönem Wanderwetter wurde auf dem Hochwasserdamm der Blick über die Rheinebene bis zum Königstuhl bei Heidelberg frei. An der ehemaligen Gierfährstation am Neurhein wurde bekannt, dass früher die motorlose Gierfähre das einzige Beförderungsmittel für Mensch und Tier über den Rhein war. Die Überquerung des Stroms war damals nur mit Hilfe der Rheinströmung und mittels Seilen, Nachen und den sogenannten Gierschildern möglich.

Auf dem Weg zurück zur Vereinsgaststätte des TV Oberhausen, wo die Wandergruppe sehr gut verpflegt wurde, konnten noch zahlreiche Storchennester mit ihrem Nachwuchs bewundert werden.

Kurt Klumpp

Foto:  Alfred Adler

 

Bericht zur 2. Quartalswanderung am 8. September in Gondelsheim

Am 8. September fanden sich 58 Wanderer bei herrlichem Wanderwetter auf dem Rathausplatz in Gondelsheim ein. Nach der Begrüßung durch den Wanderwart Kurt Bittrolff, dem TV Gondelsheim Vorsitzenden Manfred Boos und Wanderführer Heinz Rätz machten sich die Wanderer auf den Weg. Die 3km lange Strecke zum Bonartshäuserhof, wo eine Führung bevorstand, führte durch die Gondelsheimer Kraichgaulandschaft.

Wanderführer und Geschichtskenner Heinz Rätz brachte uns, vor der Führung, die wechselvolle Geschichte des Bonartshäuserhofes näher. Erstmals erwähnt wurde die Kleine Siedlung im 12. Jahrhundert und hatte in seiner wechselvollen Geschichte viele Besitzer wie Gutsherren, Adlige, Pächter usw. Auch viele Brände musste der Hof überstehen. Der letzte Adlige Besitzer war Graf Axel Douglas. 1992 wurde zwischen dem Grafen und Kurt Bachmann ein weiterer Pachtvertrag geschlossen. 1995 begann die Pferdehaltung, die Schweinemast und die Geflügelhaltung wurden aufgegeben. 2000 verkaufte Graf Axel Douglas ca. 140 ha Ackerfläche an verschiedene Besitzer. Der Rest von ca. 20 ha inklusive aller Gebäude wurde von Kurt Bachmann gekauft.

Im April 2012 eröffnete die Familie Münsterer die Kraichgauer Ölmühle auf dem Hof. Spezialität ist kalt gepresstes Leinöl, Sonnenblumenkernöl, Bio- Olivenöl und weitere Produkte.

Bei der Führung durch die heutige Besitzerin Frau Bachmann- Münsterer ( ihr   KurtBachmann ist vor einem Jahr verstorben ) erfuhr man, dass der Bonartshäuserhof zu einem Pensionsbetrieb für 130 Pferde wurde, mit großzügigen Weideflächen, Trainingsmöglichkeiten und ausgedehnten Reitwege. Die 130 Pferde leben auf dem Hof in Offenstallhaltung. Viele der Tiere sind Islandpferde, sie haben ihren eigenen Bereich.

Die Pferde die auf dem Hof leben sind größtenteils Freizeitpferde oder haben ihre Turniertage schon hinter sich. Sie gehören privaten Besitzern.

Alle Wanderer waren sich einig, dass das eine sehr gute Führung von Frau Bachmann - Münsterer war. Nach der Besichtigung des Hofes ging es zurück nach Gondelsheim wo wir im Clubhaus des Tennisvereins die schöne Wanderung auf der Terrasse ausklingen ließen.

Gauwanderwart  Kurt Bittrolff

 

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